Naherholung sichern – mit nachhaltigem Tourismus stärken

In Horw hat es viele schöne Plätze. Falls diese öffentlich sind, kennen Horwerinnen und Horwer diese und auch Gäste aus den umliegenden Gemeinden und halten sich dort gerne auf.

Es gibt auch Grundstücke, die privat sind, dank einer touristischen Nutzung der Öffentlichkeit aber zur Verfügung stehen. Im Bau- und Zonenreglement sind sie in der Sonderbauzone Tourismus bezeichnet – meist an landschaftlich einzigartigen und exponierten Lagen, manche davon im BLN – zum Beispiel das Seehotel Kastanienbaum, wo dieses Zusammentreffen von privaten und öffentlichen Interessen bestens gelingt. Die Bevölkerung kann den schönen Blick auf See und die Berge geniessen, die Restaurateure können die Gäste bewirten und die Eigentümer erhalten ihren Pachtzins. Eine für alle Beteiligte ideale Situation – leider trifft dies aber nicht in allen Gebieten der Sonderbauzone Tourismus zu.

Verschiedene Betriebe sind sanierungsbedürftig, der Betrieb ist eingestellt und der Öffentlichkeit der Zugang verwehrt – schade! Die Tourismusbranche hat in den letzten Jahrzehnten einen ausgeprägten Strukturwandel erfahren. An Hotels werden heute in Bezug auf Raumangebot, Ausstattung und andere Angebote ganz andere Ansprüche gestellt als noch vor wenigen Jahren. Insbesondere hat sich die Nachfrage vom ländlichen Raum hin zum urbanen Umfeld verlagert. Neue Betriebsmodelle sind zu entwickeln, damit sich dort wieder ein für die Öffentlichkeit attraktiver Ort ergibt.

Im Zuge der Umnutzungen wird meist auch der öffentliche Charakter reduziert. Innenräume sind nur noch teilweise oder gar nicht mehr zugänglich, das Betreten des Aussenraumes wird eingeschränkt oder gänzlich unterbunden. Speziell störend wirkt dies in Seenähe, wo damit der Vorgabe des Raumplanungsgesetzes (RPG), Seeufer freizuhalten und den öffentlichen Zugang zu erleichtern, entgegengewirkt wird. Umnutzungsprojekte haben bezüglich Gebäude und Umgebung den hohen landschaftlichen Qualitätsansprüchen zu genügen. Kommt es zur Aufgabe der Hotelnutzung, hat sich die Ausnützung an den umliegenden Zonen zu orientieren und die landschaftlich besonders empfindlichen Stellen – Kreten, Kuppen, Hangkanten, seenahe Gebiete sind freizuhalten.

In dieser Legislatur werden einige Klärungen in ganz verschiedenen Teilen der Sonderbauzone Tourismus von Horw anstehen. Dabei ist auf die Erhaltung der Besonderheit dieser Orte und der Zugang für die Öffentlichkeit bei einer Umnutzung speziell zu achten und insbesondere sicherzustellen. Die L20 wird sich schon im Vorfeld dieser Anpassungsprozesse mit aller Kraft dafür einsetzen!

See – Vernehmlassung

Wir ermutigen Sie sich aktiv an der Vernehmlassung zu Horw See (bis 30. September an: baudepartement@horw.ch ) zu beteiligen und wünschen uns, dass der Gemeinderat bei kommenden Planungsverfahren die Horwerinnen und Horwer vor der Planung mit einem Workshop bereits einbezieht.

 

120 Besucher und alle für den Erhalt des Grämlishof.

Luzerner Zeitung: Grämlishof: Widerstand wächst (26.5.2017)

Die Sicht des Gemeinderates.

Motion der L20

Thema in der Luzerner Zeitung:

Grämlis-Hof wird aufgeteilt (21. Februar 2017);
Bauern wollen Hof als Ganzes erhalten (18. März 2017)
Grämlis-Hof Landverteilung ist gestoppt – vorerst (16. April 2017)
Hof-Aufteilung soll Gewinn bringen (20. April 2017)
Grämlishof: Widerstand wächst (26.5.2017)

Aus dem Leitbild der Gemeinde Horw zur räumlichen Entwicklung:

Lebensfähige Landwirtschaftsbetriebe sind zu erhalten und wirtschaftlich zu stärken; eine Öffnung der Landwirtschaftszone für nicht landwirtschaftliche Zwecke ist auf der Halbinsel und am Pilatushang nicht erwünscht.