L20

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Ortsplanung

Die Totalrevision der Horwer Ortsplanung kommt in die entscheidende Phase. Am Donnerstag, 25. März 2010 behandelte der Einwohnerrat den Zonenplan und das Bau- und Zonenreglement in erster Lesung.

Die revidierte Ortsplanung verfolgt vorab folgende Ziele: Landschaft schonen, Siedlungsgebiet verdichten und Zentrumszone Bahnhof als Entwicklungsmotor initiieren.

Dieser Schwerpunkt in der Totalrevision wurde auf Drängen der L2O mit einer Interpellation im Juni 2005 aufgenommen, die einen Masterplan für das ESP-Gebiet mit einem Ideenwettbewerb anregte. Mit dieser planungsverbindlichen Umsetzung kann nun der nötige Grünraum gesichert, aber auch eine sinnvolle wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde ermöglicht werden.

Dazu gehört insbesondere auch die Vernetzung mit der benachbarten Hochschule für Architektur und Technik und deren Erweiterungsmöglichkeiten, welche die L2O schon damals gefordert hat.

Daneben bietet Horw eine wunderbare Landschaft, Seeufer, Sicht in die Alpen, gute Infrastrukturen, die unbedingt erhalten bleiben müssen. Horw ist als Wohngemeinde sehr beliebt – und das alles gleich angrenzend an die Stadt Luzern. Mit der Ortsplanungsrevision sollen – gemäss dem Willen der Bevölkerung – der Landschaftsschutz ernst genommen und gleichzeitig eine Entwicklung im Bereich der bestehenden Siedlungen ermöglicht werden.
Dieser nachhaltige und daher begrüssenswerte Ansatz der Siedlungsentwicklung soll in der neuen Zentrumszone Bahnhof, in einzelnen Quartieren durch verdichtete Bauweise und durch eine Bebauung eingezonter Flächen mittels Bauverpflichtungen erfolgen, um so die Baulandhortung zu verhindern.

Als Vision werden erste Massnahmen für eine spätere Entwicklung der Siedlung in Richtung Seebucht eingeleitet. Die grundsätzlichen Ziele der L2O werden mit der vorliegenden Ortsplanung zwar abgedeckt.
Im Bereich der Halbinsel und beim Naturschutz vermissen wir jedoch klare Strategien, die eine qualitative Entwicklung fördern würden.

Etliche Detailentscheide orientieren sich zu sehr am Bestehenden oder an persönlichem Interessenlobbying,
sodass der Spielraum von Natur und Allgemeinheit in diesen Bereichen leider nicht grösser wird.
Nebst den bereits erwähnten Grundzügen der Ortsplanungsrevision setzt sich die L2O im Detail für folgende Anliegen ein:
• Bezahlbarer Wohnraum soll in den bestehenden Siedlungsgebieten durch entsprechende Regulierungen gesichert werden;
• die Durchlässigkeit des Siedlungsraumes östlich und westlich der Bahnlinie soll durch zusätzliche Übergänge verbessert werden;
• die Tanneggbucht und der Rüteliwald sollen durch Naturschutzzonen gesichert werden;
• die Attraktivität und Verkehrssicherheit für den Fuss- und Radverkehr sollen verbessert werden;
• die Energiestadt-Wertung der Gemeinde soll durch entsprechende Festlegungen laufend gesteigert werden;
• und – last but not least – der Aussichtsschutz an der Seestrasse soll den See auch sichtbar werden lassen!

(siehe www.l20.ch/l20punktch-publikationen-110)