Am Freitag, 12. März 2010 fand der 1. Themenabend der L2O statt. Ein Liedtext der Gruppe Silbermond – «Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit in einer Welt in der nichts sicher scheint» – lieferte den Titel des Abends, bei dem es um Sicherheit und Integration ging.
Sieben junge Menschen nahmen die Einladung an, das Thema unter der Moderation von Martin Ineichen (Büro inplus, Luzern) zu vertiefen. Obwohl sich die L2O mehr Teilnehmende erhofft hatte, war die Qualität der Diskussion in der kleinen Gruppe umso besser. Die L2O dankt allen jungen Menschen für ihr Kommen und ihr Mitmachen. Ein besonderer Dank gilt der Jugendkommission, die ebenfalls am Anlass vertreten war.
In der zweistündigen Diskussion wurden Antworten auf folgende Leitfragen gesucht:
1. Wenn du Horw als deinen Wohnort betrachtest, wie wohl und beheimatet fühlst du dich in der Gemeinde? Warum?
2. Was sollte die Gemeinde unternehmen, damit du dich noch wohler und beheimateter fühlst?
3. Wie sicher fühlst du dich in Horw? Warum?
4. Was würdest du dir wünschen, damit du dich in Horw sicher fühlst?
Als Fazit lässt sich sagen, dass Vereinsangebot und -leben in Horw gross sind und aktiv genutzt werden. Es gibt für alle etwas. Auch die Nähe zu Luzern wird genutzt. Die Jugendlichen schätzen in Horw die gute Verkehrsanbindung, die Halbinsel und den See als Erholungsraum. Vereine wünschen sich eine bessere Zusammenarbeit mit der Schule, zusammen mit den Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern.
Das Ausgehverhalten der Horwer Jugendlichen lässt sich wie folgt zusammenfassen: Bis zum Alter von etwa 12 Jahren bewegen sich die Jugendlichen im Quartier und im Umfeld der Schule. Von 12 bis 16 Jahren erweitert sich das Ausgangsgebiet auf das ganze Dorf. Ab 16 Jahren orientieren sie sich dann mehr nach der Stadt Luzern.
In Horw selber fühlen sich Jugendliche sicher, bis auf ein, zwei Orte. Eine gewisse Unsicherheit herrscht in der Nacht an dunklen Orten. So wird beispielsweise das Gebiet rund um den Horwer Bahnhof und die Ziegelei in der Nacht gemieden. Manchmal wirken Gruppen beim Bahnhof bedrohlich. Deshalb wird in der Nacht der Bus als der Zug zur Rückkehr nach Horw genutzt.
In der Stadt Luzern wird der Raum Bahnhof-Inseli-Tribschen als unsicherer Ort genannt. Hier wünscht man sich einen unbeschwerten Durchgang.
Vorschläge für die Verbesserung der Sicherheit wurden von den Jugendlichen auch geäussert. Beispielsweise sollen Eltern von Jugendlichen, die sich auffällig benehmen, über das Verhalten ihrer Kinder informiert und bei möglichen Massnahmen als Mitverantwortliche miteinbezogen werden. Die Form dieses Einbezugs der Eltern müsste allerdings noch ausgearbeitet werden.
Zum Abschluss ergab eine Spontanumfrage, dass sich die anwesenden Jugendlichen eigentlich recht sicher fühlen: Auf einer Skala von 1 (extrem unsicher) bis 10 (sehr sicher) stuften sie die Sicherheit in der Gemeinde zwischen 7 und 8 ein.
Weitere Informationen zum Anlass finden Sie unter www.L20.ch (ab 15. Mai).
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