Die letzten Töne sind verstummt, die Festbänke weggeräumt. Das Eröffnungsfest des neuen Öko-Oberstufenschulhauses im Herzen von Horw gehört der Vergangenheit an. Mit einem
rauschenden Volksfest wurde dieses in der Zentralschweiz einmalige Schulhaus eingeweiht. Der amtierende Gemeindepräsident, der mit seiner innovativen und zukunftsweisenden Einstellung weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen guten Ruf geniesst, wies bei seiner Eröffnungsrede mit sichtlichem Stolz auf die zur Zeit noch einzigartige Fassadensolaranlage hin. Den eigentlichen Höhepunkt bildet jedoch der Durchgang zwischen dem Schulhaustrakt der Naturwissenschaften und dem Kerngebäude, dessen Dach mit transparenten beidseitig empfindlichen Solarmodulen erbaut wurde. Diese schattenspendenden Solarmodule, die trotzdem Licht durchlassen, produzieren beidseitig Strom. Schlicht genial. Zusätzlich entsteht eine überaus angenehme Atmosphäre, so dass sich bereits heute abzeichnet, wo sich die Jugendlichen in Zukunft aufhalten werden.
Wir befinden uns jedoch im Jahr 2011 und der Weg dahin ist steiler als ein Aufstieg zum Pilatus!
Während andere Gemeinden und Regionen der Schweiz Visionen konkretisieren, scheint es, dass Horw zuwartet. Warum wohl? Fehlen hier die Ideen? Innovative Köpfe? Vielleicht verhelfen gerade solche Ideen und Visionen, von denen man unlängst in den Zeitungen lesen konnte, zu vielseitigen Umsetzungsmöglichkeiten. So zum Beispiel wie jene der Zürcher Goldküste, die bei der Energieversorgung zur atomfreien Zone werden will oder jene der grössten Solaranlage der Schweiz, die in der Gemeinde St. Antönien entstehen soll, oder jene des Ägeritals, das zu einer autarken Energieversorgung kommen soll, nach dem Vorbild «energietal toggenburg».
Als Gemeinde mit dem Label «Energiestadt» befi nden wir uns in Horw auf Kurs in eine nachhaltige Zukunft. Auch wenn uns noch eine bahnbrechende Vision fehlt, könnten doch bereits jetzt schon ganz konkrete Schritte ins Auge gefasst werden: Zum Beispiel die Strassenbeleuchtung zwischen 1 und 5 Uhr in der Nacht löschen und so Umwelt und Budget entlasten. Denn damit kann bis zu 40 % Strom für die Strassenbeleuchtung eingespart werden. Und ausserdem hätten wir wieder die Möglichkeit, den wunderschönen Sternenhimmel über Horw zu bestaunen. Kennen Sie noch die verschiedenen Sternenbilder, die uns jede Nacht beglücken? Ökologische Massnahmen würden sich also gerade zweimal lohnen!
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