Horw entdeckt den See

Als Konsequenz aus der letzten Ortplanungsrevision und den Bautätigkeiten im Zentrum wurde das Gebiet zwischen Horw Mitte und dem See beplant.  Im daraus entstandenen Richtplan wird aufgezeigt was an dieser privilegierten Lage entstehen soll.

An der Informationsveranstaltung in der letzten Woche der Sommerferien im überfüllten und heissen Saal Egli liessen sich über hundert Interessierte  direkt von den Planern über die aufgezeigten Ideen informieren. Erstaunt hat, dass zum Teil Grundeigentümer erst mit der Auflage der Pläne über angedachte Nutzungen auf ihren Grundstücken informiert wurden.

Das Thema interessiert. Das Gebiet am See bietet eine hohe Erholungsqualität und diese gilt es sorgfältig und nach den Interessen einer breiten Öffentlichkeit zu entwickeln. Auch das Naturschutzgebiet soll standortgemäss entwickelt und gestärkt werden. Nur mit einer fein ausbalancierten Abgrenzung zwischen Naturschutz und Öffentlichkeit kann das Gebiet als Ganzes aufgewertet werden und eine neue Identität erhalten.

Die Vorschläge das Steinibachried an der Nordkante zu umgehen oder sogar vorgelagert im See einen Steg zu platzieren lehnen wir klar ab. Eine Vereinnahmung der durch den Wegzug des Campings freiwerdenden Fläche durch eine reine Sportnutzung widerspricht der Nutzung durch eine breite Öffentlichkeit. Auch Vorkehrungen für die Durchführung von Grossveranstaltungen sind hier am falschen Ort.

Ein Seepark mit Badeplatz, Schiffsanlegestelle und einfachem Tagesrestaurant bringt dem Gebiet die gesuchte neue Identität. Die Erschliessung mit der Bahnhaltestelle Horw See bringt die Besucher umweltverträglich hin und beansprucht weniger Fahrzeugabstellflächen. Ein Fährdienst vom Strandbad Winkel nach dem Seebad oder dem neuen Schiffssteg kann mit einer Solarfähre die Besucher an die Seestrasse bringen.

Wir ermutigen Sie sich aktiv an der Vernehmlassung zu Horw See (bis 30. September an: baudepartement@horw.ch ) zu beteiligen und wünschen uns, dass der Gemeinderat bei kommenden Planungsverfahren die Horwerinnen und Horwer vor der Planung mit einem Workshop bereits einbezieht.