L20

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Rückblick Themenabend: Südbahnhof: Top oder Flop?

Am zweiten Themenabend der L2O, vom Mittwoch 29. September 2010, wurde das Projekt «Südbahnhof» reflektiert. Rund 20 Interessierte aus verschiedenen Parteien waren bereit, in die Zukunft zu blicken und sich der Frage «Top oder Flop beim Bahnhof Horw?» zu stellen.

Programm und Inhalt:
Begrüssung, Ziele des heutigen Abends, Vorstellen der Personen (~ 10‘)
Urs Steiger
Masterplan ESP – Teil Bahnhof Horw (~ 10‘) Jörg Stalder
Grundzüge und Ziele der Raumplanung/Stadtplanung, Teil1  (~ 10‘)
Markus Christen
Vorstellen des Projekts Südbahnhof    (~ 20‘)
Daniel Lengacher
anschliessend Fragen zum Projekt (~ 10‘)
 
Markus Bachmann
Grundzüge und Ziele der Raumplanung/Stadtplanung, Teil2  (~ 5‘)
Markus Christen
Südbahnhof 2030 Szenarien (workshopähnlich) (~ 60‘)

Urs Steiger

Fachmännisch wurde das «Stadt-Projekt» von verschiedenen Seiten beleuchtet.
- Urs Steiger, als Moderator:
Zeigte als Einstieg den Trend zu Wachstum und Flächenbedarf.
Beispiel Horwer-Einwohnerzahl stieg von 1920 bis heute von 2275 auf etwas über 13’000. Der Flächenbedarf pro Person stieg innert 20Jahren von 33m2 auf 47m2.

 

 

- Jörg Stalder
berichtete über den Masterplan ESP – Teil Bahnhof.
Beginn mit Planungszone, welche von der L20 verlangt wurde (1998), über den EntwicklungsSchwerPunkt Eichhof- Schlund- Bahnhof Horw (2003) bis hin zur L2O - Interpellation (2005), die eine Schaffung des Masterplans über das Horwer Gebiet des ESP anregte. Detaillierter wurde dann das Instrument Bebauungsplan beleuchtet.

- Markus Christen
führte in die Grundzüge und Ziele der Raumplanung / Stadtplanung. In den Raum gestellt wurden Fragen wie: Städtebau im Dorf? Was ist Urbanität? Wie viel Zentrum braucht Horw? Sowie die Problematik Businesscenter und gehobenes Wohnen im Park.

- Daniel Lengacher, erleuterte sein Siegermodell, das geplante Projekt Südbahnhof.
- Markus Bachmann begleitete von Gemeindeseite her.

Gefragt waren nicht nur Zuhören, die Fragerunde wurde eröffnet, Gedanken konnten eingebracht werden und die aktive Mitarbeit starten.
Workshopähnlich wurden vier mögliche Szenarien für das Jahr 2030 verfolgt und in Gruppen diskutiert. Die Ideen und Meinungen wurden auf Flipchart’s skizziert. Folgend die Ergebnisse dazu.

 

These 1
Das Wohngebiet im Westen ist erstellt und bewohnt. Im Bereich des Businesscenters sind nur einzelne Gebäude realisiert. Der Übergang vom Ortszentrum zum Bahnhof ist nicht realisiert.

Ergebnis
- Gut, dass Wohngebiet erstellt ist - aber billig oder teuer?
- macht nichts, dass es keine Businesscenter hat!
- warum nicht Hochschulcenter statt Businesshäuser?
- Verhinderung Zentrum - Haltestelle Bahnhof muss gewährleistet sein!
- Bahn umfunktionieren als Tram...
- Studierende wohnen im Osten?
- Bahnhofgebäude wichtig!

 

These 2
Es sind alle Gebäude erstellt. Es fehlt das Geld und am Willen, den Park und die anderen öffentlichen Räume zu schaffen bzw. auszustatten.

Ergebnis
- Braucht Führung von Gemeinde (Umgebungsplanung)
- Teil öffentlicher Räume vor Bauherr gestalten!
- Baugenossenschaft durch Verkauf Gemeinde
- braucht Koordination

 

These 3
Im Wohngebiet wurden ausschliesslich Wohnungen für das obere Preissegment realisiert, dessen Bewohnerinnen und Bewohner sich gegen die Nutzung der
öffentlichen Räume wehren.

Ergebnis
- Mangel an günstigem Wohnraum
- Handlungsspielraum der Gemeinde nutzen!
 -> Baugenossenschaften
- Nutzung des Erdgeschosses wie realistisch?
- öffentliche Innenräume sicherstellen
 -> Hobbies/Begegnung
 -> Quartierleben
- Passarelle

 

These 4
Das Gebiet ist zu einem Drittel überbaut. Die einzelnen Bauten wurden ohne Rücksicht zueinander konzipiert und wirken daher mehr als Architekturausstellung anstatt als Ensemble.

Ergebnis
positiv
+Wachstum triff nicht ein (ökologischer Vorteil)
+Freifläche bleibt

Wahrscheinlichkeit
 zu viele Eigentümer
 zu hoher Landpreis
 Baulandhortung verhindern

 

Verhindern
- saubere Etappierung (verpflichtend z.B. Bahnhof am Anfang)
- Bebauungsplan ist restriktiv genug
- Vorbild: Wie wurde dies in der Tribschenstadt erreicht?

weitere Faktoren
- Zugangsbindung
- Initialzündung fehlt