Schlafen ist gesund

heisst es im Artikel der Suva im letzten Blickpunkt. Voraussetzung ist, dass der Mensch ein ruhiges Schlafplätzchen hat. Ein Schlafzimmer bei dem das Fenster offen sein kann: für genügend frische Luft und das nicht durch Verkehrslärm belastet ist. 15% der Bevölkerung – so schätzt man – leben an Wohnlagen, an denen die Lärmgrenzwerte von Strassenverkehr nicht eingehalten werden können. Und Achtung! Die Grenzwerte bedeuten nicht, dass darunter angenehme Ruhe herrscht. Wird der Grenzwert eingehalten, fühlen sich nur noch 20% der befragten Personen übermässig gestört. Ein tragbarer Anteil, findet der Gesetzgeber.

Es gibt zwei sehr gute und auch zahlbare Mittel um den Verkehrslärm an der Quelle möglichst gering zu halten. Je geringer die Geschwindigkeit, umso geringer die Lärmemission. Daher sind 30er-Gebiete ein sehr gutes Mittel um die Belastung zu verringern. Obwohl es sich für die Autofahrer so anfühlt, als würden sie viel Zeit verlieren, ist dem meist nicht so. Der Verkehr an dichtbebauten Strecken wird eher flüssiger.

Da die Autos immer breitere Reifen aufweisen ist bei neuen Fahrzeugen das Geräusch der rollenden Reifen schon ab 35 km/h die dominante Lärmquelle und nicht der Motor. Lärmarme Beläge sind das probate Mittel gegen Reifengeräusche. Diese sind etwas teurer im Einbau und müssen alle 10-15 Jahre und nicht alle 30 Jahre, wie konventionelle Beläge, erneuert werden. Bei der Erneuerung muss allerdings nur der Deckbelag abgefräst und neu verlegt werden. Ein solcher Belag ist also im Einbau und im Unterhalt etwas teurer für die Gemeinde oder den Kanton. Der Mehrwert aber ein ruhigerer Schlaf der Anwohner. Die Gebäude und Wohnungen verlieren an Wert, wenn sie lärmbelastet sind. Die Investition in Lärmschutz ist also auch Werterhalt der Immobilien. Sie ist aber insbesondere eine Investition in die Gesundheit der Bevölkerung. Unverständlich, dass sich diese Erkenntnis so schwer durchsetzt.