Was hat sich in Horw in den letzten vier Jahren bewegt?

Die letzte Legislatur war geprägt von verschiedenen Bauvorhaben: So wurden die Baurechtsverträge für die Gebäude in Horw Zentrum verabschiedet und das Gemeindehaus erneuert. Als Meilensteine sind die Planung und der Beschluss zum Bau eines neuen Oberstufenschulhauses zu bewerten. Leider wurde es verpasst, mit einem attraktiven Freiraumprojekt die Umgebung aufzuwerten. Der von der L20 mehrmals deutlich geforderte Einbezug des Baches wurde nicht gemacht. Stattdessen wird sogar das bisher offen geführte Retensionsbecken zubetoniert, für den Fallschutz bei den Spielgeräten Kies statt Holzschnitzel verwendet (Begründung: billiger im Unterhalt) und auf Wasserspiele oder künstlerische Elemente verzichtet.

Die beschlossenen Strassensanierungen konnten nur teilweise realisiert werden. Es zeigt sich, dass es in Horw sehr schwierig ist, einzelne Grundeigentümer für gemeinschaftliche Anliegen zu gewinnen. So werden der schülerfreundliche Ausbau der Kastanienbaumstrasse oder die Umsetzung des Busbahnhofs von einzelnen Personen verhindert. Generell enttäuschend ist auch, dass – trotz den Bemühungen des Gemeinderates – die Projekte in Horw Mitte nicht vom Fleck kommen. Zu hoffen bleibt, dass das Horwer Stimmvolk im September den überdimensionierten Ausbau der Kernzone Winkel wuchtig verhindert.

Ein anderes Thema hat die L20 in der letzten Legislatur beschäftigt. Durch den Steuerrabatt und die darauf folgende – und von der L20 bekämpften-  Steuersenkung, fehlen der Gemeinde nun Gelder, die sie eigentlich dringend benötigen würde. So führt die radikale Sparpolitik bei der Schule  zu einem eigentlichen Hin- und Her bei der Zuweisung der  Schülerinnen und Schüler zu Kindergärten und Schulhäusern, ja sogar Geschwister werden auseinandergerissen. Eine etwas flexiblere Auslegung der Klassengrössen würde hier deutlich für Entspannung sorgen. Dass die Aussagen und Bedenken der L20 durchaus ihre Berechtigung hatten, zeigt der letzte Rechnungsabschluss, der trotz Minderausgaben von 1.5 Mio. Franken noch ein faktisches Defizit von 2.5 Mio. Franken aufweist (1.3 Mio. Fr. ausgewiesen, weiter 1.2 Mio. Fr.  versteckt aus dem Steuerausgleichsfonds entnommen).

Unser Anliegen, Horw nicht als Insel zu verstehen, sondern zumindest als Halbinsel, nämlich angeschlossen an die Agglomeration Luzern, hat mit der Zusammensetzung des neuen Gemeiderates nun einen grossen Dämpfer erhalten.

Trotz eindrücklicher Aufholjagd ist es uns leider nicht gelungen, mit Claudia Röösli eine offene und kompetente Frau in den Gemeinderat zu bringen. Umso erfreulicher ist das glänzende Resultat von Oskar Mathis. Die L20 hofft, dass er die übergreifende Sicht auf die Herausforderungen der ganzen Agglomeration nicht alleine vertreten muss. Leider nicht mehr angetreten bei den Wahlen ist unser Mitglied Konrad Durrer. Der stets engagierte, über die Gemeinde Horw hinaus vernetzt denkende Sachpolitiker hat in verschiedenen Kommissionen für die L20 mitgewirkt. Höhepunkt seiner politischen Arbeit in Horw war das Ratspräsidium 2011/2012.

Wir danken allen, die uns im Wahlkampf unterstützt und unsere Vertreterinnen und Vertreter gewählt haben. Und wir freuen uns darauf, im neuen Parlament als klar zweitstärkste Fraktion unsere Anliegen zu vertreten!