Claudia Röösli, Start als Gemeinderätin

Seit dem 1. Oktober bin ich als Gemeinderätin im Amt und habe mein Büro im Gemeindehaus bezogen. Ich bin gut gestartet, ein intensiver Einstieg in eine äusserst vielfältige Aufgabe ist gemacht. Nach fast zwei Monaten bin ich bereits mittendrin, die Agenda ist voll. Damit komme ich gut zurecht. Es wäre aber vermessen zu sagen, dass ich bereits über alles den Überblick hätte. Bei all den Projekten, Geschäften und Informationen bin ich froh zu wissen, dass ich ein gutes Team im Rücken habe, das mich tatkräftig in meiner Arbeit unterstützt und auch sehr geduldig mit mir ist, wenn ich etwas noch nicht weiss.

Ich konnte bereits einige Projekte in meiner Amtszeit mitgestalten, zum Beispiel den Tag der pflegenden und betreuenden Angehörigen am 30. Oktober. Dazu ist im vergangenen Blickpunkt eine Broschüre über das Horwer Netzwerk zur Entlastung von betreuenden und pflegenden Angehörigen erschienen. Im November beriet der Einwohnerrat einen Planungsbericht zur zukünftigen Kinder- und Jugendförderung. Eine entsprechende Info- und Koordinationsstelle hätte die Verantwortung für die Umsetzung ab 2020 übernehmen sollen. Leider lehnte eine Mehrheit des Einwohnerrats ab, den vorgelegten Bericht umzusetzen. Er verhinderte damit, dass die Koordinationsstelle auch Kinder im Primarschulalter einbezieht. Wenn Prävention früh genug und mit entsprechenden Fachleuten einsetzt ist sie effizienter und letztlich kostengünstiger ist.

Zum Glück hat mein Vorgänger Oskar Mathis im Sozialdepartement sehr viel Aufbauarbeit geleistet. Davon kann ich nun profitieren, das macht wirklich Freude. Überhaupt bin ich beeindruckt, wie viele Leute hier in der Verwaltung arbeiten. Sie kommt mir vor wie ein emsiger Bienenstock, und trotz der vielen Arbeit sind alle sehr freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit. Sie lassen mich nicht spüren, dass ich die «Neue» bin, die mal wieder irgendwo etwas sucht …

Es wird bestimmt noch ein paar Wochen dauern, bis ich wirklich ganz eingearbeitet bin, doch eines kann ich jetzt schon sagen: Es macht Spass, mich hier reinzuhängen und für die schöne und lebenswerte Horwer Gemeinde etwas zu bewirken – denn Horw und seine Bewohnerinnen und Bewohner bedeuten für mich Heimat.