letzte Wiese in Horw

Petition zum Erhalt der letzten Wiese in Horw Zentrum als öffentliche Grünfläche

Eine stark wachsende Bevölkerung und deren gesteigerten Ansprüche auf Wohnfläche dehnt die Siedlungsfläche in der Schweiz rasant aus. Dabei ist verdichtetes Bauen vom raumplanerischen Begriff zum politischen Schlagwort geworden.

Die Siedlungsentwicklung führte in der Vergangenheit auch in Horw zum Verlust an Freiflächen und Grünräumen. In der dichter werdenden Siedlung sind naturgestaltete Strukturen jedoch von grossem Wert. Sie bieten öffentlichen Freiraum, verbinden Quartiere, laden ein zum Aufenthalt und zur Erholung und gewähren Kleintieren eine hindernisfreie Passage durch die Siedlung.

Die Gemeinde Horw treibt zurzeit die städtebauliche Entwicklung des Zentrums voran: Siedlungslücken werden geschlossen und die bauliche Dichte wird erhöht. Dabei ist die Erhaltung und Entwicklung qualitativ hochwertiger Freiflächen und Grünräume sehr wichtig.

Eine neulich eingereichte Petition betreffend die Entwicklung Bachstrasse/Allmendstrasse zeigt, dass die Bevölkerung von Horw dem Thema gegenüber sensibilisiert ist. Die Unterzeichneten ersuchen den Gemeinderat um die Erhaltung einer Freifläche der alten Horwer Allmend  und die Umzonung dieses Grundstücks zur Grünzone für die Allgemeinheit. Die Petition hält fest: Infolge der bereits im Bau befindlichen oder geplanten Neubauten verschwinden in Horw Zentrum bald die letzten Grünflächen. An der Allmendstrasse liegt dort, wo derzeit Holzstämme gelagert werden, das letzte nicht überbaute Stück der alten Horwer Allmend. Diese grüne Freifläche soll unbebaut bleiben. (Parzellen)

Das Konzept zur Vernetzung und Gestaltung des Freiraums im Talboden Horw von 2014 zeigt die wichtigsten Grünachsen und Vernetzungskorridore innerhalb des Siedlungsgebietes sowie ihr Aufwertungspotenzial auf. So werden unter anderem Baugesuche und Sondernutzungsplanungen nur unter spezifischen Auflagen zur Erreichung dieser Vernetzungsziele bewilligt. Gemäss Aktionsplan vom letzten Februar (Bericht und Antrag 1613) sollen in den kommenden fünf Jahren die Massnahmen aus dem Konzept systematisch umgesetzt werden. Im Rahmen einer zukünftigen Gebietsentwicklung Bachstrasse/Allmend im Konzept gilt das Feld B1, das auch Teile der Parzellen 473 sowie 1606 und 358 enthält, als Trittstein. Gemeint ist damit eine Grünfläche innerhalb einer Siedlung, die mit Blick auf Naturschutz und Städtebau unbedingt erhaltenswert ist. An der Schulhaus-/Allmendstrasse «gibt es heute eine wenig attraktive Brachfläche». Vorgesehen ist, diesen Trittstein zu sichern und als Naturschutz- oder Grünzone auszuscheiden.

Die Politik der L20 hat sich zum Ziel gesetzt, die Qualität des Lebensraums zu erhalten und zu verbessern. Auch in den bestehenden Siedlungsgebieten soll es möglich sein, qualitativ hochstehende Frei- und Grünräume in neuen Bebauungsplänen mit angestrebter Verdichtung zu integrieren. Die L20 beobachtet nun gespannt, wie die Gemeinde die Brachfläche und den Trittstein bei der Allmendstrasse aufgrund ihres Konzepts in einem neuen Gestaltungsplan integrieren wird.

Petitionsbrief AllmendwieseUnterschriftenbögen Petition

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