Blickpunkt März 2026
- L20

- 27. März
- 2 Min. Lesezeit
Klare, zeitgemässe Begriffe für die Horwer Politik
Die L20/Junge L20 freut sich über den letzten Abstimmungssonntag: Das Krienser Stimmvolk hat der Teilrevision der Gemeindeordnung und damit auch der Umbenennung des «Einwohnerrats» in «Stadtparlament» zugestimmt. Am 24. Februar war in der Luzerner Zeitung zu lesen, dass der Emmer Gemeinderat diese Umbenennung ebenfalls unterstütze. Zudem befürworte er die Umbenennung der «Bürgerrechtskommission» in «Einbürgerungskommission». Gleiches gilt für Ebikon, wo eine Motion mit dem gleichen Anliegen eingereicht wurde. Koordiniert mit den genannten Gemeinden reichte unsere Fraktion im Mai 2025 die Motion «Präzise und zeitgemässe Bezeichnungen der politischen Organe Horws» ein. Wir beantragen darin die Umbenennung von «Einwohnerrat» zu «Gemeindeparlament». Für uns ist klar, die Umbenennung fördert nicht nur die Gleichstellung, da der Begriff geschlechtsneutral ist, sondern stärkt insbesondere auch das demokratische Verständnis und sorgt für mehr Klarheit: Der Begriff «Parlament» steht nämlich für eine demokratisch gewählte Entscheidungsinstanz, die Gesetze oder Regelungen erlässt. «Einwohnerrat» hingegen kann missverstanden werden, da der Eindruck entstehen könnte, alle Einwohnerinnen und Einwohner seien direkt beteiligt, obwohl es sich um ein gewähltes Gremium handelt. Zudem verdeutlicht die Bezeichnung «Gemeindeparlament», dass es sich um die gesetzgebende Instanz der Gemeinde handelt – analog zum Kantons- und Bundesparlament. Der Unterschied zwischen Exekutive und Legislative wird auch klarer hervorgehoben, wenn nicht mehr beide Bezeichnungen auf «-rat» enden. Die Motion der L20/Jungen L20 fordert ausserdem die Umbenennung der «Bürgerrechtsdelegation» in «Einbürgerungsdelegation». Diese Bezeichnung beschreibt die eigentliche Aufgabe des Gremiums genauer, weil es um die Beurteilung und Entscheidung über Einbürgerungen geht und nicht um allgemeine Bürgerrechte. Zudem ist der Begriff «Einbürgerung» im Alltag geläufiger. Im Sinne der sprachlichen Gleichstellung beantragt die Motion der L20/Junge L20 ausserdem die konsequente Verwendung des Begriffs «das Präsidium» anstelle von «der/ die Gemeindepräsident/in». Wir von der L20/Jungen L20 setzen uns für ein zeitgemässes und fortschrittliches Horw ein – das soll sich auch in der Sprache widerspiegeln. Dazu gehören klare und verständliche Bezeichnungen für politische Gremien, die alle Menschen gleichermassen einbeziehen.





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