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Blickpunkt Juni 2022

Weniger Badevergnügen im Krämerstein

«Schwimmen wir eine Runde bis zum Steg?» Dieser Satz ist für viele Horwerinnen und Horwer eng mit dem Bade- und Schwimmvergnügen in der Krämersteinbucht verbunden. Da der Krämerstein zwei Zugänge zum Wasser hat, bietet sich die Strecke zur idealen Erfrischungsdistanz an.

Wir mussten feststellen, dass Schwimmen zum oder vom Bootssteg im Krämerstein nicht mehr möglich ist. Der Seezugang beim Bootshaus ist neuerdings gesperrt. Ein Gittertor mit Beschriftung «Privat» signalisiert unmissverständlich, dass Badegäste ab sofort in diesem Teil des öffentlichen Parks unerwünscht sind.

Auf Nachfrage wurden wir vom Gemeinderat informiert, dass das Bootshaus vermietet wurde und man die Privatsphäre des Mieters schützen wolle.

Die Horwer Bevölkerung wird aus einem Teil ihres eigenen Parks ausgeschlossen. Ein öffentlicher Seezugang wird geschlossen. 2020 bemängelte die L20 in einer Interpellation, dass unsere Gemeinde über zu wenige öffentliche Seezugänge verfügt. Dass nun am schönsten Badeort ein Zugang gesperrt wurde, ein Affront für die Horwer Bevölkerung, welche notabene den Unterhalt der Anlage finanziert. Ganz zu schweigen davon, dass dies der Gemeindestrategie und dem Raumplanungsgesetz, welche öffentliche Seezugänge als wichtiges Anliegen definieren, widerspricht.


Öffentlicher Kühlschrank

Öffentliche Kühlschränke von «Madame Frigo», einem gemeinnützigen Projekt gegen Food Waste, wurden in der Schweiz bereits vielerorts installiert. Die Idee dahinter ist, dass Privatpersonen, Detailhandels- und Gastronomiebetriebe überschüssige oder unverkaufte, aber noch gut haltbare Lebensmittel im öffentlichen Kühlschrank platzieren. Auf diese Weise kann gute Wahre noch verzehrt und vor dem Müll bewahrt werden.

Ca. 1/3 aller Nahrungsmittel landen jährlich im Müll. Auch Horw kann mit einem Kühlschrank von «Madame Frigo» etwas dagegen tun. Wir sind stolz darauf, dass wir ein entsprechendes Postulat mit 22 fraktionsübergreifenden Unterschriften einreichen konnten. Der Gemeinderat soll nun prüfen, ob in Horw öffentliche Kühlschränke betrieben werden können.


Erfolge im Einwohnerrat

Wir freuen uns sehr, dass der Verzicht auf fossile Brennstoffe und die Bewegung zur CO2 Neutralität der Gemeinde Horw nun Fahrt aufgenommen hat. Noch vor 2040 müssen alle gemeindeeigenen Gebäude entsprechend optimiert und saniert werden. Mit guten Voten und Anträgen konnte die L20 klare Mehrheiten im Einwohnerrat gewinnen und hat dem Gemeinderat entsprechend deutliche Zeichen gesendet, dass es jetzt rascher vorwärtsgehen muss.

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