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Blickpunkt Oktober 2025

  • Autorenbild: L20
    L20
  • 30. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Digitale Souveränität für Horw – weniger Abhängigkeit von Microsoft


In der zukunftsorientierten Gemeinde Horw funktioniert heute vieles digital. Verwaltung, Einwohnerrat und Kommissionen nutzen die Dienste von Microsoft für E-Mails, Dokumente und Sitzungsunterlagen. Doch der Einsatz von Microsoft für die digitale Zusammenarbeit und zur Speicherung sensibler Daten birgt erhebliche Risiken: Der Datenschutzbeauftragte des Kantons Luzern hat die Microsoft-365Produkte kürzlich als nicht datenschutzkonform beurteilt und vor der Bearbeitung vertraulicher Daten mit dieser Software gewarnt. Ausserdem geht die Gemeinde Horw mit der Nutzung von Microsoft eine klare Abhängigkeit ein. Verschiedene politische Ereignisse wie die Sperrung von Microsoft-Produkten für Staaten und Einzelpersonen zeigen, dass diese Software nicht vor Eingriffen der USamerikanischen Regierung geschützt ist. Mit einer Interpellation fordert Maline Zimmermann von der L20-/Junge-L20-Fraktion deshalb, dass die Gemeinde mögliche Alternativen prüft und eine Exit-Strategie entwickelt. Ziel ist es, die digitale Souveränität der Gemeinde zu stärken, die Abhängigkeit von US-Technologiekonzernen zu verringern und den Schutz sensibler Daten nachhaltig zu gewährleisten. Die Microsoft-Cloud kann den Schutz persönlicher Daten vor fremdem Zugriff nicht gewährleisten, obwohl das Schweizer Recht dies verlangt. Auch wirtschaftlich spricht vieles für mehr Unabhängigkeit: Microsoft hat in den letzten Jahren seine Preise wiederholt erhöht, und ohne die Prüfung von Alternativen bleibt der Gemeinde kaum Handlungsspielraum. Die Ausstattung von Microsoft-365-Software mit künstlicher Intelligenz führt zu einem weiteren Preisschub. Eine zukunftsweisende Alternative bieten dagegen Open-SourceLösungen, deren Programmierung öffentlich zugänglich ist. Sie sind deshalb transparent und anpassbar, und sie ermöglichen es, die Kontrolle über Daten und Software in der Gemeinde zu behalten, anstatt einen TechKonzern mitlesen zu lassen. So entsteht ein Mehrwert für die regionale Wirtschaft, da lokale IT-Unternehmen Entwicklung, Wartung und Support leisten können. Andere Gemeinden wie Luzern und Ebikon sind diesen Weg bereits gegangen und prüfen Alternativen zu Microsoft. Es ist an der Zeit, dass auch Horw den Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit und digitaler Eigenständigkeit wagt.

 
 
 

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