Konkordanz ?

In einem Leserbrief bestreitet eine Einwohnerratskandidatin der SVP den zweifachen Sitzanspruch der L20 im Horwer Gemeinderat. Aufgrund der Resultate der Nationalratswahlen sei er nicht gerechtfertigt. Gemäss der alten Horwer «Zauberformel» müsse auch die SVP im Gemeinderat vertreten sein.

Tatsächlich ging die Horwer L20 (Grüne und SP) aus den Nationalratswahlen wie schon in den kantonalen Wahlen als wählerstärkste Partei hervor. Dabei ist ihr Wähleranteil in den beiden vorangegangenen Legislaturen kontinuierlich auf 30% gewachsen. Die L20 verdient nicht zuletzt aufgrund dieser arithmetischen Stärke zwei Sitze in der Exekutive.

Gewählt wird der Gemeinderat in Horw vom Volk. Wählerinnen und Wähler honorieren die seriöse und nachhaltige Arbeit der L20 in der links-grünen Mitte. Vor allem aber verdient Horw eine Exekutive die solide kompetente Facharbeit leistet, die als Gremium mutige und solide Entscheide für die Zukunft entwickeln kann.

Mit Claudia Röösli und Jörg Stalder hat das Volk Persönlichkeiten  in den Gemeinderat gewählt, die sich durch Fachwissen und konstruktive Führungsqualitäten auszeichnen. Diese Eigenschaften waren wichtiger als die angebliche Zauberformel.

Die L20 selbst hat Ihre Konsensfähigkeit eben kürzlich im Einwohnerrat bewiesen, als die L20 zusammen mit der CVP entgegen der rechtsbürgerlichen Opposition die Gemeinde vor einem budgetlosen Zustand bewahrte.

Die L20 nimmt den Auftrag der Horwer Bevölkerung auch weiterhin ernst und wird alles daransetzen, diese Kontinuität im Gemeinderat und Einwohnerrat weiterzuführen.

Martin Eberli, Einwohnerrat L20

SVP Blickpunkt

In ihrem Parteienbeitrag im Blickpunkt vom November greift die Horwer SVP die L20 direkt an. Besonders deren Engagement zu Klima- und Umweltpolitik finden die Redaktoren des SVP lächerlich. Es sind vernünftige Vorstösse der L20 zugunsten der Erhaltung der einheimischen Pflanzenwelt oder zum Schutz des Klimas. Es sind die Anliegen, die den jungen, engagierten L20 Einwohnerräten nun mal sehr am Herzen liegen. Für die SVP gibt es wichtigere Themen, die ihnen sogar eine Volksinitiative wert sind: Genügend Parkplätze für Eigenheime. Dafür weibelt man, auch wenn es letztlich nur um die Parkplätze einer grossen Überbauung in Kastanienbaum geht, deren Bewohner mindestens drei Autos parkieren müssen. Sind das die echten Probleme, wofür man Horwer Stimmbürgerinnen an die Urne rufen muss?